Wasserhärte in Duisburg – Grundwasser in den Härtebereichen „mittel“ und „hart“

Die Versorgung mit Trinkwasser in städtischer Regie hat in Duisburg eine lange Tradition. Lesen Sie hier, wann und warum der Beschluss für eine zentrale Wasserversorgung gefasst wurde, woher das Wasser stammt und welche Wasserhärte in Duisburg vorliegt.

Bereits im Jahr 1873 wurde beschlossen, eine zentrale Wasserversorgung für die Rhein-Ruhr-Metropole aufzubauen. Zum einen führte eine immer höhere Besiedlungsdichte zu einer deutliche schlechteren Wasserqualität in Duisburg. Zum anderen brachten eine Choleraepidemie im Jahr 1866 und eine Pockenepidemie in den Jahren 1870/71 die Erkenntnis mit sich, dass Hygiene eine der wichtigsten Voraussetzungen für Gesundheit ist.

In mehreren Schritten zur zentralen Wasserversorgung

Da zu Beginn nur ein kleiner Teil der Stadt zentral versorgt werden konnte, gab es zunächst noch zahlreiche öffentliche Entnahmestellen, von denen sich die Bürger unentgeltlich sauberes Wasser holen durften. Diese alten Pumpbrunnen wurden stillgelegt, nachdem das städtische Versorgungsnetz viele Stadtbezirke erschlossen hatte.

Ab 1918 übernahm die Stadt Duisburg auch die Trinkwasserversorgung der nördlich der Ruhr gelegenen Gemeinden, die ihr Wasser bis dahin von der ansässigen Großindustrie bezogen hatten. Die Bürger westlich des Rheins erhielten ihr Leitungswasser bis Ende der 1970er Jahre von den damaligen Stadtwerken Homberg und Rheinhausen, die über eigene Wasserwerke verfügten. Heute werden alle Duisburger Ortsteile von der Stadtwerke Duisburg AG versorgt.

Ausschließlich Grundwasser für Duisburg

Obwohl es durch Rhein und Ruhr viel sogenanntes Oberflächenwasser gibt, wird das Leitungswasser für Duisburg ausnahmslos aus Grundwasser gewonnen. Zu einem großen Teil stammt es aus vier Brunnenanlagen in den Düsseldorfer Ortsteilen Bockum, Kaiserswerth und Wittlaer und dem nördlich von Recklinghausen gelegenen Naturpark Hohe Mark.

Als weiteres großes Trinkwasserreservoir dient seit 1980 der Halterner Stausee, der sich rund 60 Kilometer von Duisburg entfernt im Münsterland befindet. Hierbei handelt es sich nicht etwa um Oberflächenwasser, wie es für solche Speicherseen eigentlich üblich ist. Das Wasser wird vielmehr von der Gelsenwasser AG als versickertes, gefiltertes Grundwasser entnommen.

Wasserqualität und Wasserhärte in Duisburg

Durch die natürliche Filterung ist das in Wittlaer und Kaiserwerth geförderte Rohwasser bereits von hoher Qualität. Eventuell enthaltene Keime werden im Wasserwerk mittels Ozon zuverlässig abgetötet. Zugleich werden Metalle wie Eisen und Mangan ausgefällt, die im Leitungswasser nichts zu suchen haben. Organische Verbindungen bleiben in der nachfolgenden Aktivkohleschicht hängen. Sofern erforderlich, wird das Wasser zum Abschluss noch mit Natronlauge entsäuert.

Das im Wasserwerk Bockum gewonnene Trinkwasser für Duisburg wird lediglich entsäuert, von Eisen befreit und zur Sicherheit mit einer geringen Menge Chlor versetzt.

Die Wasserhärte in Duisburg liegt in den meisten Stadtteilen mit 11,8 bis 13,6 °dH im mittleren Bereich. Nur die Ortsteile südlich der Ruhr erhalten hartes Wasser mit einer Wasserhärte von 17,5 °dH.

Fazit

Das aus Grundwasser stammende Leitungswasser für Duisburg ist hygienisch einwandfrei, wohlschmeckend und gesundheitlich unbedenklich. Die Wasserhärte in Duisburg liegt in den Bereichen „mittel“ bis „hart“.

Duisburg ist eine Großstadt und gehört sowohl zum Ruhrgebiet als auch zu der Region Niederrhein und gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf. Nachbarstädte sind beispielsweise Krefeld und Essen.

Themen: Wasserhärte