Wasserhärte in Düren – nach Umstellung des Trinkwasserkonzepts weich bis mittel

Im Jahr 2013 haben die Stadtwerke Düren ein neues Trinkwasserkonzept umgesetzt. Seither ist die Wehebachtalsperre der zentrale Baustein der Wasserversorgung. Mit dieser Umgestaltung hat sich auch die Wasserhärte in Düren deutlich verringert. Stammte vor dem 26. März 2013 der Hauptanteil des Trinkwassers für Düren aus der Rur, werden heute 60 Prozent des Wassers im Wasserwerk der WAG an der Wehebachtalsperre gewonnen. Die übrigen 40 Prozent verteilen sich auf die Wassergewinnungsanlage Dr. Overhues-Allee und das Wasserwerk Ellen, die beide von den Stadtwerken Düren betrieben werden, sowie auf Zulieferungen des Wasserzweckverbands Langerwehe und des Wasserwerks Concordia Kreuznau. Das Wasserwerk Obermaubach steht als Reserveanlage für die Notfallversorgung zur Verfügung und beherbergt das zertifizierte Wasserlaboratorium der Stadtwerke. Nötig wurde die Umstellung durch die immer größeren mikrobiologisch, pharmazeutisch und landwirtschaftlich bedingten Risiken, die mit einer Entnahme des Leitungswassers aus der Rur verbunden waren.

Wasserqualität in Düren durch aktiven Einsatz für den Umweltschutz gesichert

Der Ressourcen- und Umweltschutz bildet die Basis für eine qualitativ gute und sichere Trinkwasserversorgung. Um die hohe Wasserqualität in Düren auch in Zukunft sichern zu können, engagieren sich die Stadtwerke und ihre Leitungspartner in diversen Kooperationen mit umliegenden Landwirten für die Optimierung des Düngemitteleinsatzes. Der Erfolg kann sich sehen lassen. Das Trinkwasser für Düren ist so gut, dass es sich auch für die Herstellung von Babynahrung eignet. Der Grund hierfür ist der niedrigere Nitratgehalt, den unabhängige Fachinstitute in ihren Analyse-Ergebnissen bestätigen konnten. Über 40.000 untersuchte Parameter pro Jahr sorgen für Sicherheit und Qualität in der Herstellung des Leitungswassers für Düren. Analysiert und ausgewertet werden die Proben im eigenen akkreditierten Wasserlabor in Obermaubach sowie in weiteren unabhängigen Instituten.

Wasserhärte in einzelnen Dürener Stadtteilen

Welche Wasserhärte wo in Düren vorliegt, richtet sich insbesondere danach, woher das Wasser jeweils kommt. Das Stadtzentrum sowie die Stadtteile Arnoldsweiler, Birkesdorf, Gürzenich, Mariaweiler, Merken, Merzenich, Morschenich-Neu und Rölsdorf erhalten ihr Trinkwasser vom Wasserbehälter Kirmesplatz, in dem Mischwasser aus den Wasserwerken Ellen, Dr. Overhues-Allee und dem Wasserbehälter Hemgenberg gespeichert werden. Dieses entspricht mit rund 9,38 bis 10,6 °dH dem mittleren Härtebereich. Aus den Zapfhähnen der Ortsteile Berzbuir, Birgel und Kufferath fließt weiches Wasser aus dem Wasserbehälter Hemgenberg, der von der Wehebachtalsperre befüllt wird. Hier beträgt die Wasserhärte mit knapp 3,50 °dH. Aus beiden Behältern versorgt werden die Stadtteile Krauthausen (überwiegend weich, 3,43 °dH), Lendersdorf (überwiegend mittel, 9,89 °dH) und Niederau (überwiegend mittel, 8,60 °dH). Derichsweiler bekommt Wasser vom Wasserzweckverband Langerwehe, das mit 9,21 °dH im mittleren Härtebereich liegt. Das Leitungswasser für Morschenich stammt vom Verbandswasserwerk Aldenhofen. Hier entspricht die Wasserhärte mit 12,7 °dH ebenfalls Härtebereich „mittel“.

Fazit

Die geringere Wasserhärte in Düren bringt einige Vorteile mit sich. Zum einen kommt es seltener zu Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten und an Armaturen. Zum anderen wird deutlich weniger Wasch- und Spülmittel verbraucht.