Wasserhärte in Dresden – vorwiegend Wasser mittlerer Härte aus eigenen Wasserwerken

Das Trinkwasser für Dresden wird überwiegend im Wasserwerk Coschütz gewonnen. Zuständig für die Wasserversorgung ist die DREWAG, die im hauseigenen Labor auch die Wasserqualität sicherstellt und regelmäßig die Wasserhärte für Dresden ermittelt. Das zwischen 1939 und 1945 errichte Wasserwerk Coschütz ist bis heute das wichtigste Standbein der Trinkwasserversorgung in der Sachsenmetropole. Es bereitet Oberflächenwasser aus den Talsperren Klingenberg und Lehnmühle auf, mit dem es circa 60 Prozent der Dresdner Bevölkerung versorgt. Darüber hinaus kommt Trinkwasser für Dresden aus den Wasserwerken Hosterwitz und Tolkewitz, in denen ein Gemisch aus Uferfiltrat der Elbe und landseitig der Elbe zufließendem Grundwasser aufbereitet wird. Die im Dresdner Norden gelegenen Ortsteile Schönborn und Marsdorf sowie der Bereich „Zur alten Ziegelei“ im nördlichsten Stadtteil Weixdorf erhalten ihr Leitungswasser vom Trinkwasserzweckverband Röderaue.

Unterschiedliche Wasserherkunft erfordert unterschiedliche Aufbereitung

Aufgrund der unterschiedlichen Herkunft der Rohwässer unterscheiden diese sich in ihrer Zusammensetzung und Qualität. Um daraus hochwertiges Trinkwasser für Dresden herzustellen, bedarf es daher unterschiedlicher Aufbereitungsschritte, bei denen zum Teil auch verschiedene Aufbereitungsstoffe zur Anwendung kommen. Im Wasserwerk Coschütz wird das Wasser mithilfe von Kaliumpermanganat von Mangan und mittels Aluminiumsulfat von Trübstoffen und gelösten Stoffen befreit. Zur Erhöhung der Wasserhärte des weichen Talsperrenwassers und zum Einstellen des pH-Wertes werden Kalziumhydroxid und Kohlenstoffdioxid verwendet. Pulverförmige Aktivkohle dient dazu, unerwünschte Geruchs- und Geschmacksstoffe zu beseitigen. Zum Abschluss erfolgt eine Desinfektion mit Chlor oder Chlordioxid. Auch im Wasserwerk Hosterwitz kommt Aluminiumsulfat zum Entfernen von gelösten Stoffen und Trübstoffen zum Einsatz. Kornaktivkohle wird zur Beseitigung von Spurenstoffen genutzt. Mittels Natronlauge wird der pH-Wert eingestellt. Zur Desinfektion wird hier Chlor verwendet. Gelöste Stoffe und Trübstoffe werden im Wasserwerk Tolkewitz mithilfe von Eisen-III-Chlorid entfernt. Ansonsten sind die gleichen Aufbereitungsstoffe in Gebrauch wie im Werk Hosterwitz.

Trinkwasserüberwachung im hauseigenen Labor

Im akkreditierten Trinkwasserlabor des Wasserwerks Coschütz wachen die Fachleute der DREWAG kontinuierlich über die Wasserqualität in Dresden. Jährlich analysieren sie 12.000 Proben, um sicherzustellen, dass das Leitungswasser für Dresden alle Anforderungen und Vorgaben der Trinkwasserverordnung erfüllt. Sämtliche Grenzwerte werden unterschritten, bei den meisten Parametern sogar erheblich.

Wasserhärte in Dresden vom Mischungsverhältnis des Wassers abhängig

Aufgrund der unterschiedlichen Herkunft der Rohwässer fällt auch die Wasserhärte in Dresden zum Teil verschieden aus. In den meisten Ortsteilen fließt Mischwasser aus mehreren Wasserwerken mit etwa 9 °dH aus der Leitung. Das entspricht dem mittleren Härtegrad. In den vom Trinkwasserzweckverband Röderaue versorgten Stadtteilen dürfen sich die Einwohner über weiches Wasser mit 7,6 °dH freuen. Weich ist mit rund 5,8 °dH das Wasser auch fast im gesamten Südwesten der sächsischen Landeshauptstadt, der sein Trinkwasser aus dem Wasserwerk Coschütz bekommt.

Fazit

Da sich das Mischungsverhältnis der Reinwässer und damit auch die Wasserhärte in Dresden jederzeit ändern kann, empfiehlt es sich, regelmäßig diesbezügliche Informationen bei der DREWAG einzuholen. Das ermöglicht eine exaktere, umweltschonendere Dosierung von Wasch- und Spülmitteln. Dresden ist eine Stadt in Sachsen und befindet sich ca. 63 Kilometer westlich von Bautzen und ca. 193 Kilometer südlich von Berlin.