Wasserhärte in Dortmund – überwiegend weiches Wasser aus der Ruhr

Die Dortmunder erhalten ihr Trinkwasser direkt aus der Ruhr. Gewonnen wird das kostbare Nass in den Wasserwerken Hengsen, Villigst, Westhofen, Witten und Halingen. Informieren Sie sich hier über die Wasseraufbereitung, den Trinkwasserschutz und die Wasserhärte in Dortmund.

Verantwortlich für die Gewinnung des Leitungswassers für Dortmund ist die Wasserwerke Westfalen GmbH, die entlang der Ruhr, zwischen Witten und Wickede, sechs Wasserwerke betreibt. Vor der Auslieferung an die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) wird das Wasser zunächst in einem mehrstufigen Aufbereitungsverfahren sowohl mechanisch als auch biologisch gereinigt. Eine kontinuierliche Überwachung durch ein unabhängiges Prüflabor stellt sicher, dass die Wasserqualität in Dortmund jederzeit gewährleistet ist.

Wasseraufbereitung verbessert Qualität des Wassers

Alle Wasserwerke gewinnen das Trinkwasser für Dortmund und Umgebung aus den kiesigen Sedimenten der Ruhraue. Nach der Entnahme aus der Ruhr wird das Wasser vorgereinigt und für die künstliche Grundwasseranreicherung in den Untergrund versickert, wo es sich mit Uferfiltrat aus dem Fluss und einem natürlichen Grundwasserzustrom vermischt. Diese mechanisch-physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Vorgänge verbessern die Wasserqualität deutlich, sodass das gefasste Grundwasser, teilweise nach weitergehender Aufbereitung, gut für die Trinkwasserversorgung nutzbar ist.

Vor Einspeisung in das Rohrnetz wird das Leitungswasser für Dortmund entsäuert, das heißt, durch Zugabe von Natronlauge wird der pH-Wert angepasst. Darüber hinaus wird das Wasser durch UV-Strahlung desinfiziert. Derzeit werden die Wasserwerke an der Ruhr nach und nach mit einer modernen Wasseraufbereitungstechnologie ausgestattet, um besser gegen zukünftige Probleme wie stark resistente Mikroorganismen und organische Spurenstoffe gewappnet zu sein.

Dank der umfassenden Aufbereitung unterliegt das Dortmunder Trinkwasser keinen Nutzungseinschränkungen. Das Wasser ist uneingeschränkt im Haushalt und zum Trinken verwendbar und kann ohne Bedenken zur Zubereitung von Babynahrung genutzt werden.

Trinkwasserschutz in den Gewinnungsgebieten

Da nur ein intakter Wasserkreislauf die Gewinnung gesunden Trinkwassers aus der Ruhr dauerhaft ermöglicht, sind die Wassergewinnungsanlagen von amtlich festgelegten Wasserschutzgebieten umgeben. In diesen ist alles verboten, was zu einer Belastung oder Gefährdung des Grundwassers führen könnte. Zugleich unterstützen die Wasserwerke Westfahlen die gewässerschonende Landwirtschaft. Seit 1992 gibt es eine enge Kooperation zwischen Land- und Wasserwirtschaft, zu deren Zielen es gehört, den Eintrag von Nitrat und Pflanzenbehandlungsmitteln in die Ruhr und ihre Nebenflüsse zu minimieren.

Geringe Wasserhärte in Dortmund

Mit durchschnittlich rund 7,7 °dH bewegt sich die Wasserhärte in Dortmund in den Härtebereichen „weich“ bis „mittel“. Der Kalziumgehalt beträgt nur 39 Milligramm pro Liter, weshalb in aller Regel keine Verkalkungen an Haushaltsgeräten und Armaturen auftreten. Spezielle Enthärtungsmaßnahmen sind somit nicht erforderlich.

Fazit

Das Leitungswasser für Dortmund ist hygienisch einwandfrei und toxikologisch sicher und damit uneingeschränkt als Trinkwasser verwendbar. Dank der geringen Wasserhärte in Dortmund ist ein geräteschonender Betrieb von Wasch- und Geschirrspülmaschinen, Kaffeemaschinen und Wasserkochern möglich.

Themen: Wasserhärte