Wasserhärte in Dorsten – Wasser mittlerer Härte aus uralten Grundwasservorkommen

Seit 1927 wird das Trinkwasser für Dorsten im Wasserwerk Dorsten-Holsterhausen gewonnen. Dessen Betreiber ist die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft, bei der auch Informationen bezüglich der Wasserhärte in Dorsten abgerufen werden können. Das Leitungswasser für Dorsten stammt aus einem Grundwasservorkommen, das Analysen zufolge außerordentlich alt ist und durch Niederschläge gespeist wird. Von der Oberfläche bis zu den Einlassöffnungen der Tiefbrunnen benötigt das Wasser rund 100 Jahre. Während es die Halterner Sande, eine kreidezeitliche Meeresablagerung, durchfließt, wird das Regenwasser gereinigt und reichert sich zugleich mit wertvollen Mineralien, insbesondere mit Kalzium, an.

Minimale Aufbereitung ausreichend für maximale Trinkwasserqualität

Da das Rohwasser von ausgezeichneter Qualität ist, beschränkt sich die Wasseraufbereitung im Wasserwerk Dorsten-Holsterhausen darauf, überschüssiges Eisen zu entfernen. Dies geschieht in einer modernen Enteisenungsanlage, in der das Wasser mit Luftsauerstoff angereichert und das dadurch entstehende Eisenhydroxid in Mehrschichtfiltern zurückgehalten wird. Die hierbei anfallenden Spülwässer werden in zwei Absetzbecken gesammelt, vorbehandelt und entwässert. Der übrig bleibende Pressschlamm wird der fachgerechten Entsorgung zugeführt. Um die hohe Wasserqualität in Dorsten auch in Zukunft sicherstellen zu können, besteht zwischen der RWW und anliegenden Landwirtschafts- und Gartenbauunternehmen eine enge Kooperation. Rund 350 Kooperationsbetriebe werden durch Agrar- und Gartenbauingenieure bezüglich einer gewässerschonenden Landbewirtschaftung beraten und unterstützt, um insbesondere den Eintrag von Pflanzenbehandlungsmitteln und Nitrat in das Grund- und Oberflächenwasser zu reduzieren oder sogar ganz zu vermeiden. Seit 1998 gibt es außerdem die Arbeitsgemeinschaft Halterner Sande, ein freiwilliger Zusammenschluss aus der RWW und fünf weiteren Wasserversorgern der Region. Deren Ziel besteht darin die Interessen, Belange und Handlungsfelder der Unternehmen besser zu koordinieren und Lösungsstrategien im Sinne des Gewässerschutzes zu entwickeln und umzusetzen.

Betriebswasser aus dem Seewasserwerk Dorsten

Neben dem Trinkwasserwerk Dorsten-Holsterhausen betreibt die RWW das Betriebswasserwerk „Blauer See“. Dessen künstlich angelegter See wird über eine Freispiegelleitung mit Oberflächenwasser aus dem Hammbach gespeist. Sollte der Bedarf einmal höher sein, kann das Reservoir zusätzlich über Pumpen mit Wasser aus dem Hammbach und dem Wienbach beschickt werden. Seit 1955 gewinnt dieses Wasserwerk jährlich bis zu 17 Millionen Kubikmeter Oberflächenwasser, das es ohne Aufbereitung an verschiedene industrielle Großabnehmer abgibt. Dadurch werden die kostbaren Grundwasserreserven geschont.

Mittlere Wasserhärte in Dorsten auf einfache Weise kompensierbar

Die Wasserhärte in Dorsten beträgt durchschnittlich 12,8 °dH. Das entspricht dem mittleren Härtebereich. Um die Umwelt zu schonen und gleichzeitig Kalkablagerungen zu verhindern, sollten Spülmaschinen entsprechend dieses Härtegrades eingestellt und Waschmittel nach den Herstellervorgaben für die vorliegende Wasserhärte dosiert werden. Zusätzliche Wasserentkalker sind entbehrlich. Gegen Kalkablagerungen in Wasserkochern und Kaffeemaschinen hilft eine bedarfsgerechte Behandlung mit Essig- oder Zitronensäure. Diese Mittel verhelfen auch Armaturen, Fliesen und Duschwänden zu neuem, kalkfreiem Glanz.

Fazit

Die mittlere Wasserhärte in Gladbeck beruht auf im Trinkwasser enthaltenen Härtebildnern wie Kalzium und Magnesium. Deren schädigender Einfluss auf Haushaltsgeräte lässt sich jedoch durch die richtige Wasch- und Spülmitteldosierung verhindern. Dorsten ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster und befindet sich ca. 20 Kilometer nördlich von Bottrop.