Wasserhärte in Detmold – je nach Wassermischung weich bis hart

Pro Jahr werden in Detmold über 3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser verbraucht. Hier erfahren Sie, woher das Wasser stammt, wer für die Wasserversorgung und die Wasserqualität verantwortlich ist und welche Wasserhärte in Detmold vorliegt. Zuständig für das Trinkwasser in Detmold sind seit mehr als 100 Jahren die örtlichen Stadtwerke. Zu deren Versorgungsanlagen gehören derzeit 17 Tiefbrunnen, 4 Quellen, 3 Wasseraufbereitungsanlagen, 14 Hochbehälter und ein 478 Kilometer langes Leitungsnetz.

Wasserherkunft und Wasserverteilung in Detmold

Rund ein Drittel des Leitungswassers für Detmold stammt aus den Berlebecker Quellen. Weitere Gewinnungsanlagen befinden sich am Donoperteich, im Heidental und in Klüt. Überall dort, wo das Rohwasser aus oberflächennahen Gewinnungsbereichen gefördert wird, erfolgt eine Desinfektion mit geringen Mengen Natriumhypochlorid (NaOCl), um die Wasserqualität für Detmold sicherzustellen. Bis auf wenige Ausnahmen handelt es sich beim Detmolder Trinkwasser um Mischwasser aus den verschiedenen Gewinnungsgebieten. Der Stadtteil Detmold Süd (Versorgungszone 2) erhält ausschließlich Wasser aus den Berlebecker Quellen. Das Leitungswasser für Hiddesen (Versorgungszone 7) stammt ausnahmslos aus dem Heidental. Der Ortsteil Berlebeck (Versorgungszone 8) bekommt zu 100 Prozent Wasser aus den Quellen Berlebeck-Ort. Die zur Versorgungszone 1 zusammengefassten Ortsteile Pivitsheide V. L. und V. H, Kussel, Heidenoldendorf und Nienhagen erhalten eine Mischung aus den Gewinnungsanlagen Heidental, Donoperteich und dem Brunnen Pivitsheide. Detmold-Nord, Jerxen-Orbke, Klüt, Loßbruch, Niewald, Bentrup und Oettern-Bremke (Versorgungszone 3) werden mit Wasser aus dem Donoperteich und dem Heidental versorgt. In Spork-Eichholz, Papenberg, Remmighausen und Schönmark (Versorgungszone 4) fließt Wasser aus den Berlebecker Quellen, Klüt, Donoperteich und Heidental aus der Leitung. Heiligenkirchen, Hornoldendorf und Schling (Versorgungszone 6) bekommen Leitungswasser von den Berlebecker Quellen und den Quellen Berlebeck-Ort, während alle übrigen Ortsteile (Versorgungszone 5) eine Wassermischung aus Klüt, Heidental und Donoperteich erhalten.

Verschiedene Wasserhärten erfordern unterschiedliche Dosierungen

Durch die unterschiedlichen Wasserzusammensetzungen fällt auch die Wasserhärte in Detmold verschieden aus. Am weichsten ist das Wasser in Hiddesen mit 4,8 °dH. Das Leitungswasser in Berlebeck entspricht mit einer Wasserhärte von 6,0 °dH ebenfalls dem Härtebereich „weich“. Das härteste Trinkwasser in Detmold erhalten die Einwohner der Versorgungszone 5, wo eine Wasserhärte von 14,2 °dH vorliegt. In allen übrigen Zonen ist das Wasser mit 10,2 bis 13,6 °dH dem mittleren Härtebereich zuzuordnen. Um die Umwelt nicht unnötig zu belasten, sollten Wasch- und Spülmittel entsprechend der am eigenen Wasseranschluss vorliegenden Wasserhärte dosiert werden. Da moderne Waschmittel bereits ausreichend Wasserenthärter enthalten, sind zusätzliche Waschmaschinenentkalker in aller Regel überflüssig. Lediglich in Haushalten mit hartem Wasser können sie bei Waschtemperaturen von mehr als 60 °C sinnvoll sein. Grundsätzlich werden bei weichem Wasser deutlich weniger Wasch- und Reinigungsmittel benötigt als bei hartem Wasser.

Fazit

Durch die unterschiedlichen Wasserzusammensetzungen gibt es auch unterschiedliche Wasserhärten in Detmold. Um Wasch- und Spülmaschinen richtig einstellen und Wasch- und Spülmittel optimal dosieren zu können, empfiehlt es sich, Erkundigungen über die Wasserhärte am eigenen Anschluss einzuziehen. Detmold ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Lippe im Regierungsbezirk Detmold und befindet sich ca. 41 Kilometer nördlich von Bielefeld.