Wasserhärte in Delmenhorst – an der Grenze zwischen weich und mittel

Zur Deckung des Trinkwasserbedarfs in Delmenhorst betreibt die örtliche StadtWerkeGruppe ein Wasserwerk im Ortsteil Annenheide. Informieren Sie sich hier ausführlich über die Wassergewinnung, die Wasserqualität und die Wasserhärte in Delmenhorst. Die Stadtwerke Delmenhorst blicken auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Mit der zentralen Wasserversorgung wurde bereits im Jahr 1900 begonnen. Das erste Wasserwerk „An den Graften“ wurde 1909 fertiggestellt und in Betrieb genommen. 1910 folgten die Fertigstellung und die Einweihung des Wasserturmes. Aufgrund des gestiegenen Trinkwasserbedarfs wurde ab 1963 nach einem neuen Wassergewinnungsgelände gesucht, um die Versorgung auch weiterhin sicherstellen zu können. 1972 erfolgte der Ratsbeschluss über den Bau des Wasserwerks Annenheide, das schon zwei Jahre später in Dienst gestellt wurde. Dieses ist seit der Stilllegung des Wasserwerks „An der Graften“ im Jahr 2011 der Hauptlieferant für Trinkwasser in Delmenhorst. Die noch fehlende Wassermenge bezieht die Stadt vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV).

Wassergewinnung und Aufbereitung im Wasserwerk Annenheide

Das Wasserwerk Annenheide gewinnt sein Rohwasser über sieben Vertikalbrunnen. Diese holen Grundwasser aus einer Tiefe von bis zu 50 Metern und befördern es zur Wasseraufbereitungsanlage. Dort wird es in einem dreistufigen Verfahren mit Flüssigsauerstoff angereichert, von Eisen und Mangan befreit und anschließend in vier Trinkwasserbehältern mit einem Gesamtvolumen von 4.250 Kubikmetern zwischengespeichert. Von diesen aus gelangt es über vier Reinwasserpumpen und ein 353 Kilometer langes Leitungsnetz zu den Kunden. Die Wasserqualität in Delmenhorst ist so gut, dass das Wasser keiner Chlorung gegen Verkeimung bedarf. Damit die hohe Qualität des Leitungswassers in Delmenhorst auch in Zukunft gewährleistet bleibt, wird das Grundwasser durch ein 25 Quadratkilometer großes Wasserschutzgebiet geschützt. In diesem sind Handlungen, die sich nachträglich auf die Güte des Wassers auswirken könnten, nur eingeschränkt oder überhaupt nicht gestattet.

Zahlreiche Vorteile durch weiches Trinkwasser in Delmenhorst

Die Wasserhärte in Delmenhorst beträgt rund 8,52 °dH und liegt damit an der Grenze zwischen den Härtebereichen „weich“ und „mittel“. Etwas weicher ist das Wasser vom OOWV, das eine Härte von 7,0 °dH aufweist. Um Kalkablagerungen in Wasch- und Spülmaschinen brauchen sich die Delmenhorster somit keine Sorgen zu machen. Zusätzliche Wasserenthärter für die Waschmaschine sind bei dieser geringen Wasserhärte genauso überflüssig, wie private Entkalkungsanlagen. Weiches Wasser bietet große Vorteile für die Umwelt. Es wird bis zu einem Drittel weniger Waschmittel benötigt als bei hartem Wasser, sodass weniger Chemikalien in den Wasserkreislauf gelangen. Auch der Verbrauch an Shampoos, Seifen und Duschgel ist geringer. Von der niedrigen Wasserhärte in Delmenhorst profitieren auch Kaffee- und Teetrinker, da sich die Aromen der Getränke in weichem Wasser viel besser entfalten können.

Fazit

Egal, wo das Leitungswasser für Delmenhorst herkommt, es ist von bester Qualität und überwiegend weich. Die geringe Wasserhärte kommt nicht nur der Umwelt, sondern auch dem eigenen Geldbeutel zugute. Delmenhorst ist eine Stadt in Niedersachsen und befindet sich ca. 35 Kilometer südöstlich von Oldenburg und ca. 15 Kilometer südwestlich von Bremen.