Wasserhärte in Darmstadt – hartes Wasser aus dem Ried

Eine zentrale Wasserversorgung gibt es in Darmstadt seit 1880. Wie sie sich bis heute entwickelt hat, wo das Trinkwasser gewonnen wird und welche Wasserhärte in Darmstadt vorliegt, haben wir hier für Sie zusammengetragen. Mit einem 924 Kilometer langen Leitungsnetz stellt der regionale Versorger ENTEGA sicher, dass jederzeit ausreichend Trinkwasser in Darmstadt und sieben weiteren Städten und Gemeinden verfügbar ist. Für die Wassergewinnung, die Aufbereitung und die Qualitätskontrolle ist die Hessenwasser GmbH zuständig.

Trinkwasser für Darmstadt – die Entwicklung der Wasserversorgung

Schon immer hatte Darmstadt mit Wassermangel zu kämpfen. Erste Aufzeichnungen darüber stammen aus den Jahren 1585 sowie 1593. Gelöst wurde dieses Problem zumindest vorübergehend mit der Inbetriebnahme des städtischen Wasserwerks im Dezember 1880. Durch die stetige Bevölkerungszunahme reichte dessen Förderleistung jedoch schon bald nicht mehr aus, weshalb es noch vor dem Ersten Weltkrieg auf 121 bis zu 65 Meter tiefe Rohrbrunnen erweitert wurde, die eine Gesamtförderleistung von 22.000 Kubikzentimetern pro Tag aufwiesen. 1927 wurde erstmals die 5-Millionen-Kubikmeter-Grenze überschritten. Im Dezember 1933 war das Rohrleitungsnetz auf 278 Kilometer Länge angewachsen. Die während des Zweiten Weltkriegs vom deutschen Militär angeordnete Zerstörung des Wasserwerks Darmstadt scheiterte glücklicherweise daran, dass der verantwortliche Offizier diesen Befehl nicht ausführte. Trotz großer Beschädigungen am Leitungssystem funktionierten die Wassergewinnungs- und Verteilungsanlagen schon kurz nach Kriegsende wieder nahezu reibungslos. Allerdings kam es in den folgenden Jahrzehnten des Öfteren zu gravierenden Problemen mit der Wasserversorgung im Ried, die der Grundwasserabsenkung durch die ständige Wasserentnahme geschuldet war. Aus diesem Grund wurde im Jahr 1989 das Rheinwasserwerk Biebesheim in Betrieb genommen, das Oberflächenwasser aus dem Rhein entnimmt und es aufbereitet, um es anschließend an besonders betroffenen Stellen des Rieds zu infiltrieren. Endgültig entspannte sich die Lage im Ried und somit auch in Darmstadt aber erst um die Jahrtausendwende nachdem sich der Grundwasserstand im Ried infolge mehrerer feuchter Sommer und des Rückgangs der Wasserförderung durch einige große Industriebetriebe wieder erholte.

Wasserqualität und Wasserhärte in Darmstadt

Um eine hohe Wasserqualität in Darmstadt sicherzustellen, wird das kostbare Nass engmaschig überwacht und regelmäßig nach Vorgaben der Trinkwasserverordnung analysiert. Um eine gleichbleibend hohe Qualität des Leitungswassers für Darmstadt zu gewährleisten, hat der Grundwasserschutz für die Hessenwasser GmbH einen hohen Stellenwert. Die Beratung und Unterstützung ansässiger Landwirte zur Verringerung der Nitrat- und Pestizid-Einträge spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie die Ausweisung und Überwachung von Wasserschutzgebieten und ein umfassendes Qualitätsmonitoring. Die Wasserhärte in Darmstadt entspricht mit 18,6 bis 19,8 °dH dem Härtebereich „hart“. Um die Umwelt zu schonen und Wasch- und Spülmaschinen vor Kalkablagerungen zu schützen, ist es ratsam, Wasch- und Spülmittel entsprechend der hohen Wasserhärte in Darmstadt zu dosieren.

Fazit

Die hohe Wasserhärte in Darmstadt kann es Verkalkungen an Haushaltsgeräten führen. Vermeiden lässt sich dies unter anderem durch die richtige Dosierung von Wasch- und Spülmitteln.