Wasserhärte in Castrop-Rauxel – je nach Wasserherkunft weich oder mittel

Das von der Gelsenwasser AG bereitgestellte Trinkwasser für Castrop-Rauxel stammt aus verschiedenen Wasserwerken. Der daraus resultierende unterschiedliche Mineraliengehalt des Wassers führt zu unterschiedlichen Wasserhärten in Castrop-Rauxel. Die Gelsenwasser AG gewinnt ihr Trinkwasser in insgesamt fünf Wasserwerken. Diese unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Standorte und Kapazitäten. Es gibt auch Unterschiede bezüglich der Wassergewinnung- und Aufbereitung.

Trinkwassergewinnung in den Wasserwerken Haltern und Witten

Das Leitungswasser für Castrop-Rauxel stammt aus zwei Wasserwerken der Gelsenwasser AG: dem Wasserwerk Haltern und dem Wasserwerk Witten. Ersteres versorgt die Stadtteile Bladenhorst, Becklem, Habinghorst, Ickern, Henrichenburg, Pöppingen sowie Teile von Rauxel (nördlich Grutholzallee/Europaplatz) und Castrop (Ahorn-, Birken- und Buchenstraße), Letzteres das übrige Stadtgebiet. Das 1908 in Dienst gestellte, von der Gelsenwasser AG betriebene Wasserwerk Haltern bezieht sein Rohwasser aus künstlicher Grundwasseranreicherung und Grundwassergewinnung in den Wasserschutzgebieten Haltern, Hohe Mark und Haard. Das seit 1986 bestehende Wasserwerk Witten, dessen Betreiber die Wasserwerke Westfalen GmbH ist, gewinnt zusätzlich Uferfiltrat aus der Ruhr.

Wasseraufbereitung in den beiden Wasserwerken

Um eine hohe Wasserqualität für Castrop-Rauxel und andere Abnehmer gewährleisten zu können, setzt das Wasserwerk Halter bei der Aufbereitung auf eine Kombination aus Adsorption über Aktivkohle (bei Bedarf), Eisen-III-Chlorid zur Flockung (bei Bedarf), Quarzsand zur Partikelentfernung, Natronlauge zur Einstellung des pH-Wertes und Phosphat als Korrosionshemmer. Die Desinfektion erfolgt mittels Natriumhypochlorit. Im Wasserwerk Witten kommen Polyaluminiumchlorid zur Flockung (bei Bedarf), Ozon zur Oxidation (bei Bedarf), Quarzsand und Anthrazit zur Filtration und Aktivkohle zur Adsorption zur Anwendung. Hier wird das Leitungswasser für Castrop-Rauxel per UV-Bestrahlung desinfiziert. Ersatzweise kann die Desinfektion aber auch mit Natriumhypochlorit durchgeführt werden.

Waschmitteldosierung nach Wasserhärte schont die Umwelt

Während das Wasserwerk Witten weiches Wasser mit 7 °dH liefert, entspricht die Wasserhärte in den vom Wasserwerk Haltern versorgten Stadtteilen mit 12 °dH dem mittleren Härtebereich. Um die Umwelt möglichst wenig zu belasten, empfiehlt es sich, die Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln entsprechend der Herstellervorgaben für den am eigenen Zapfhahn vorliegenden Härtegrad vorzunehmen. Grundsätzlich gilt, je geringer die Wasserhärte, desto weniger Waschmittel ist erforderlich. Auf den Einsatz zusätzlicher Wasserenthärter kann dank der niedrigen Wasserhärte in Castrop-Rauxel verzichtet werden. Auch private Entkalkungsanlagen rechnen sich kaum. Mit 8,9 (Witten) bzw. 14,7 (Haltern) Milligramm pro Liter liegt der Nitratgehalt des Trinkwassers für Castrop-Rauxel deutlich unterhalb des Grenzwertes. Damit kann das kühle Nass uneingeschränkt zur Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet werden. Aufgrund des geringen Natriumgehalts von nur 19 Milligramm pro Liter eignet sich das Wasser aus dem Wasserwerk Haltern außerdem für eine natriumarme Ernährung.

Fazit

Die Wasserhärte in Castrop-Rauxel stellt für Haushaltsgeräte kein größeres Problem dar. Da das Leitungswasser relativ wenige Härtebildner enthält, sind nennenswerte Kalkablagerungen kaum zu befürchten. Wer Waschmittel entsprechend der Wasserhärte dosiert, schont sowohl die Umwelt als auch den eigenen Geldbeutel. Castrop-Rauxel ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Landkreis Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster und befindet sich ca. 20 Kilometer nordwestlich von Dortmund.