Wasserhärte in Braunschweig – überwiegend sehr weiches Wasser aus Harzer Talsperren

Das Trinkwasser für Braunschweig stammt fast ausschließlich aus natürlichen Wasservorkommen des Harzes. Seit 1970 fließt fast ausnahmslos Talsperrenwasser durch das Leitungsnetz, wodurch die Wasserhärte in Braunschweig besonders gering ausfällt. Als Braunschweigs Wasserspeicher dienen vor allem die Crane- und die Eckertalsperre, an denen sich jeweils ein Wasserwerk für die Aufbereitung des Rohwassers befindet. Dank des natürlichen Gefälles zwischen dem Harz und der Stadt werden für den Transport des Leitungswassers nach Braunschweig keine Pumpen benötigt. Dies macht sich die Trinkwasserübernahmestation in Leiferde zunutze, die mithilfe des Wassers umweltfreundliche Energie erzeugt.

Grundwassergewinnung in Braunschweig

Im Wasserwerk Bienroder Weg gewinnt die für die Wasserversorgung in Braunschweig zuständige BS|ENERGY Grundwasser, das allerdings nur gut ein Prozent der Gesamttrinkwassermenge ausmacht. Es gelangt über knapp 70 Brunnen unter Einsatz von Pumpen zutage, wird nach den strengen Vorschriften der Trinkwasserverordnung aufbereitet und danach in Behältern zwischengespeichert. Anschließend wird es mit dem Talsperrenwasser vermischt und in den Ortsteilen Flughafen, Querum, Kralenriede, Schuntersiedlung, Riddagshausen, Siegfriedviertel und im Stadtgebiet östlich der Oker und des Westlichen Umflutgrabens verteilt. Die Ortsteile Harxbüttel und Steinhof (Hülperode) werden vom Wasserverband Gifhorn versorgt, Bevenrode, Hondelage, Dibbesdorf, Rautheim, Mascherode, Stöckheim, Waggum, Schapen und Volkmarode vom Wasserverband Weddel-Lehre. Alle anderen Stadtteile erhalten ausschließlich Harzwasser.

Leitungswasser in Braunschweig auch für Babynahrung geeignet

Das Harzwasser, das rund 98 Prozent des Trinkwassers für Braunschweig ausmacht, enthält nur 5,0 Milligramm Nitrat pro Liter, das Mischwasser sogar nur 1 Milligramm. Auch der Blei- und der Urangehalt liegen weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Eine Belastung des Braunschweiger Leitungswassers durch Mikroplastik kann nach derzeitigem Wissensstand ausgeschlossen werden. Damit eignet sich das Wasser uneingeschränkt für die Zubereitung von Säuglingsnahrung. Regelmäßige Kontrollen vor der Einspeisung in das Netz sowie an den Übergabestellen garantierten, dass die hohe Wasserqualität in Braunschweig dauerhaft gewährleistet bleibt. Vorgenommen werden die Analysen von den Harzwasserwerken, dem Labor der BS|ENERGY und einem weiteren unabhängigen Labor.

Zum Teil auch mittlere Wasserhärte in Braunschweig

Da das Talsperrenwasser kaum in Kontakt mit kalkhaltigem Gestein kommt, hat es keine Gelegenheit, Härtebildner wie Kalzium und Magnesium aufzunehmen. Mit nur 3,3 °dH entspricht es dem Härtegrad „weich“. Etwas härter, aber immer noch der weichsten Kategorie zuzuordnen, ist das Mischwasser mit einer Wasserhärte von 6,9 °dH. Das Leitungswasser vom Verband Weddel- Lehre liegt mit 3,5 bis 7,0 dH ebenfalls im untersten Härtebereich. Wasser mittlerer Härte mit 12 °dH fließt in den vom Wasserverband Gifhorn versorgten Stadtteilen aus der Leitung.

Fazit

Die überwiegend niedrige Wasserhärte in Braunschweig bedeutet einen großen Vorteil für die Umwelt. Wasch- und Spülmittel entfalten ihre Reinigungskraft besser als bei hartem Wasser, wodurch deutlich geringere Mengen benötigt werden. Auf zusätzliche Wasserenthärter können die Braunschweiger in aller Regel verzichten und auch private Entkalkungsanlagen sind nur wenig sinnvoll. Braunschweig ist eine Stadt in Niedersachsen und ist nach Hannover die zweitgrößte Stadt Niedersachsens. Braunschweig befindet sich ca. 37 Kilometer südwestlich von Wolfsburg.