Wasserhärte in Bonn – weiches Wasser spart Wasch- und Spülmittel

Die Stadt Bonn erhält ihr gesamtes Trinkwasser vom Wahnbachtalsperrenverband (WTV). Der Wahnbachtalsperrenverband betreibt insgesamt drei Wassergewinnungsanlagen: die Wahnbachtalsperre und die Grundwasserwerke Hennefer Siegbogen und Meindorf. In diesen Anlagen wird das Wasser gewonnen, aufbereitet und sichergestellt, dass es frei von Schadstoffen und Krankheitserregern, klar und wohlschmeckend bei den Verbrauchern ankommt. Das Mischungsverhältnis von Talsperren- und Grundwasser hängt von der jeweiligen betrieblichen Notwendigkeit beim WTV ab.

Geschichte der Wasserversorgung in Bonn

Zu Beginn der 1950er Jahre war die Situation der Trinkwasserversorgung im Raum Bonn bedenklich. Damals kam das Leitungswasser für Bonn aus zwei Schachtbrunnen des 1857 errichteten Wasserwerks Gronau, deren Standorte vom Rheinufer nur durch die Uferstraße getrennt waren. Das hauptsächlich aus dem Rhein stammende Wasser wurde nur unwesentlich filtriert und lediglich mit Chlor desinfiziert im Stadtnetz verteilt.

Um die Wasserqualität in Bonn zu verbessern wurde im Juni 1953 der Wahnbachtalsperrenverband gegründet. Sein Ziel bestand darin, der starken Bevölkerungsentwicklung und dem daraus resultierenden rasant ansteigenden Trinkwasserbedarf durch den Bau und die Inbetriebnahme einer Talsperre gerecht zu werden.

Heute liefert die Wahnbachtalsperre mit rund 65 Prozent den Hauptteil des vom WTV gewonnenen Wassers. Weitere 27 Prozent stammen aus dem unteren Sieggebiet bei Sankt-Augustin-Meindorf und die übrigen circa 8 Prozent aus Brunnen im Hennefer Siegbogen. Nach der Aufbereitung wird das Trinkwasser als Mischwasser an die Kunden abgegeben.

Talsperre als Lebensraum

Mittlerweile liefert die Wahnbachtalsperre nicht nur einen Großteil des Trinkwassers für Bonn. Sie bietet auch zahlreichen Tierarten eine vorübergehende oder dauerhafte Heimat. Fische und Reptilien sind hier ebenso zu finden wie diverse Vogelarten und Wild.

Seit 1969 wurden im Bereich der Talsperre 143 Vogelarten vom Haubentaucher über den Schwarzstorch bis hin zum seltenen Eisvogel beobachtet. Auch Greifvögel wie den Fischadler und den Rotmilan sowie Singvögel wie die Feldlerche, den Zaunkönig und die Gebirgsstelze zieht es an das Gewässer.

Die Fische wurden Mitte der 1960er Jahre in den See eingesetzt. Derzeit dominiert eine sich selbst erhaltende Population von Blaufelchen den Fischbestand. Aber auch Karpfen oder Rotaugen hatten bereits die Oberhand. Der sandige Boden, die Magerwiesen, die Heideflächen und die wärmebegünstigenden Böschungen, Steine und Trockenmauern bieten außerdem Zauneidechsen einen idealen Lebensraum.

Niedrige Wasserhärte in Bonn

Da das Trinkwasser einen sehr geringen Mineralien- und Salzgehalt aufweist, liegt es mit 4,8 bis 7,5 °dH im Härtebereich „weich“. Wer die niedrige Wasserhärte in Bonn beim Dosieren von Spül- und Waschmitteln berücksichtigt, kann viel Geld sparen und gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes tun.

Fazit

Die geringe Wasserhärte in Bonn macht Entkalker überflüssig. Zudem ist die Wasserqualität in Bonn so hoch, dass das Trinkwasser so getrunken werden kann, wie es aus der Leitung kommt.

Themen: Wasserhärte