Wasserhärte in Bielefeld – mittel oder hart aus unterschiedlichen Tiefen

Die Stadtwerke Bielefeld haben es sich zum Ziel gesetzt, ihren Kunden stets klares, sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Wo sie das Wasser gewinnen, wie hoch die Wasserhärte in Bielefeld ist und wie die Wasserversorgung für die Zukunft gesichert wird, erfahren Sie hier.

Das Trinkwasser für Bielefeld wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Knapp die Hälfte stammt aus 20 bis 50 Meter tiefen Brunnen, weitere sechs Prozent aus dem Festgestein des Teutoburger Waldes in etwa 100 Metern Tiefe. Die übrigen 45 Prozent werden mithilfe von Tiefbrunnen aus 450 bis 630 Metern Tiefe gefördert. Das Hauptgewinnungsgebiet für das Leitungswasser in Bielefeld ist die Senne. Hier betreiben die Stadtwerke 14 Wasserwerke, mit denen sie 92 Prozent des Bedarfs abdecken. Insgesamt werden 99 Prozent des Wasserbedarfs aus regionalen Quellen gedeckt.

Ausgezeichnete Wasserqualität in Bielefeld

Das oberflächennahe Grundwasser der Senne ist von herausragender Qualität. Daher kann auf Desinfektionsmittel wie Chlor verzichtet werden. Eine Aufbereitung ist nur in wenigen Ausnahmen erforderlich. Eine fortschreitende Versauerung des Grundwassers führt an einigen Förderstellen zu überschüssiger Kohlensäure und einer erhöhten Konzentration an Aluminium. Deshalb wird das frisch geförderte Rohwasser neutralisiert, indem es über Kalkstein geleitet wird. Zugleich werden ihm Aluminium, Mangan und Eisen entzogen.

Eine regelmäßige Überprüfung des Trinkwassers stellt sicher, dass die hohe Qualität auch weiterhin gewährleistet bleibt. Jährlich werden den Gesundheitsämtern rund 16.000 Messergebnisse übermittelt.

Schutzmaßnahmen sichern Wasserversorgung für die Zukunft

Ein Großteil der Wassergewinnungsgebiete ist von Wäldern bedeckt. Um die Grundwasserqualität dauerhaft sicherzustellen, spielt der Holzertrag bei deren Bewirtschaftung nur eine untergeordnete Rolle. Der teilweise noch vorhandene Nadelwald wird sukzessive durch Laub- oder Mischwald ersetzt, da Nadelbäume stärker zur Bodenversauerung und zum Schadstoffeintrag beitragen als Laubbäume.

Damit auch künftig ausreichend Wasservorkommen verfügbar sind, achten die Stadtwerke Bielefeld auf die strikte Einhaltung der erlaubten Fördermengen. Fortlaufende Messungen der Grundwasserstände und der Niederschläge stellen sicher, dass sie stets weniger Wasser entnehmen, als sich Grundwasser neu bildet.

Zwei Wasserhärten für Bielefeld

Da der Sandboden der Senne kaum Mineralien abgibt, liegt die Wasserhärte in Bielefeld mit 11 bis 13 °dH überwiegend im mittleren Bereich. Besondere Enthärtungsmaßnahmen sind in den damit versorgten Stadtgebieten nicht erforderlich. Die Ortsteile Gadderbaum, Kupferhammer, Brackwede und Ummeln erhalten Tiefenwasser, das mit 16 °dH dem Härtebereich „hart“ zuzuordnen ist. Hier empfiehlt sich bei Waschgängen mit Temperaturen ab 60 °C die Zugabe eines zusätzlichen Wasserenthärters, um Verkalkungen an den Heizstäben der Waschmaschine vorzubeugen. Zudem ist es ratsam, Kaffeemaschinen und Wasserkocher ab und an zu entkalken, um sicherzustellen, dass sie weiterhin effizient funktionieren.

Fazit

Das Trinkwasser für Bielefeld ist aufgrund seiner hohen Qualität jederzeit bedenkenlos genießbar. Die von der Trinkwasserverordnung vorgegebenen Grenzwerte werden dank zahlreicher Maßnahmen zum Grundwasserschutz deutlich unterschritten. Die Wasserhärte in Bielefeld liegt je nach genauem Standort im mittleren oder harten Bereich. Bielefeld ist eine Großstadt im Regierungsbezirk Detmold in Nordrhein-Westfalen und befindet sich ca. 65 Kilomete von Münster und 45 Kilometer südöstlich von Osnabrück. Der Regierungsbezirk Detmold einer von fünf Regierungsbezirken in Nordrhein-Westfalen.

Themen: Wasserhärte