Wasserhärte in Bergheim – hartes Wasser aus 450 Metern Tiefe

Für das Trinkwasser für Bergheim sorgt die innogy SE. Diese gewinnt ihr Rohwasser über drei Wasserwerke, die auch der Versorgung von Kerpen, Bedburg und Elsdorf dienen. Hier finden Sie Informationen zur Wasserqualität und zur Wasserhärte in Bergheim. Grundlage für die Trinkwassergewinnung durch die innogy SE bildet Grundwasser, das aus bis zu 450 Metern Tiefe an die Oberfläche geholt wird. Auf seinem Weg in die unterirdischen Wasserreservoirs wurde das Rohwasser bereits auf natürliche Weise gefiltert und von ungünstigen Inhaltsstoffen befreit. Von Umwelteinflüssen wie die vom Menschen verursachte Nitratbelastung der Böden ist das Tiefengrundwasser gänzlich unberührt.

Kaum Nitrat im Leitungswasser für Bergheim

Gewonnen und aufbereitet wird das Trinkwasser für Bergheim im Wasserwerk Pfaffendorf. Über eine 2015 errichtete 4,9 Kilometer lange Transsportleitung gelangt es zum ehemaligen Werk Glesch, über dessen Verteilstation es in die Bergheimer, Bedburger und Elsdorfer Haushalte weitergeleitet wird. Im Rahmen der Aufbereitung wird das Rohwasser von Kohlensäure und Eisen befreit. Von der Gewinnung bis hin zu den Hausanschlüssen wird es permanent überwacht, um eine hohe Wasserqualität für Bergheim sicherzustellen. Ein Hinweis auf die gute Qualität des Bergheimer Leitungswassers ist der geringe Nitratgehalt von nur 0,7 Milligramm pro Liter. Damit eignet sich das kostbare Nass hervorragend für die Zubereitung von Babynahrung.

Kaum Wasserverluste dank permanenter Überwachung

Das Verteilnetz, in das Bergheim eingebunden ist, erstreckt sich über eine Länge von circa 940 Kilometern. Die insgesamt 44.500 Hauseinschlüsse eingerechnet, sind es sogar rund 1.400 Kilometer. Damit auf dem langen Weg kein Tropfen des kostbaren Wassers verloren geht, unterliegen die Leitungen einer ständigen Kontrolle durch ein modernes Managementsystem, das Undichtigkeiten sofort erkennen würde. Auf diese Weise können Schäden schnell beseitigt und größere Wasserverluste vermieden werden.

Hohe Wasserhärte – gut für den Menschen, schwierig für Haushaltsgeräte

Mit rund 15,3 °dH entspricht die Wasserhärte in Bergheim dem Härtebereich „hart“. Während Menschen von dem hohen Mineraliengehalt profitieren, können Haushaltsgeräte wie Wasch- und Spülmaschinen dadurch Schaden nehmen. Insbesondere bei hohen Temperaturen kann Kalk aus dem Wasser ausfallen und sich in den Geräten ablagern. Das führt zu Effizienzeinbußen und kann die Lebensdauer der Maschinen verkürzen. Abhilfe schafft die Dosierung von Wasch- und Spülmitteln entsprechend der Herstellervorgaben für hartes Wasser. Für Waschmaschinen kann bei heißen Waschgängen ein zusätzlicher Wasserenthärter sinnvoll sein. Gegen Kalk in Wasserkochern und Kaffeemaschinen hilft eine Behandlung mit Essig- oder Zitronensäure. Diese natürlichen Mittel entfernen auch hartnäckige Ablagerungen an Duschköpfen und Armaturen.

Fazit

In Bergheim fließt hartes Wasser aus der Leitung. Grund hierfür ist der hohe Anteil an Kalzium und Magnesium. Diese Härtebildner können sich als Kalk in Haushaltsgeräten, Heißwassergeräten, Rohrleitungen und Armaturen ablagern. Um kalkbedingte Schäden zu vermeiden, empfiehlt es sich, Wasch- und Spülmittel gemäß der hohen Wasserhärte in Bergheim zu dosieren und Kaffeemaschinen und Wasserkocher regelmäßig zu entkalken. Bergheim ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen im Rhein-Erft-Kreis im Regierungsbezirk Köln und befindet sich ca. 62 Kilometer südlich von Düsseldorf.