Wasserhärte in Bautzen – weiches Wasser aus dem Wasserwerk Sdier

Das Trinkwasser für Bautzen wird von zwei Versorgern bereitgestellt. Dennoch hat es denselben Ursprung: das vom Zweckverband Fernwasserversorgung Sdier betriebene Wasserwerk Sdier. Dadurch ist auch die Wasserhärte in Bautzen überall gleich. Die Kernstadt Bautzen sowie die Ortsteile Stiebitz/Rattewitz und Niederkaina erhalten ihr Trinkwasser von der Energie- und Wasserwerke Bautzen GmbH (EWB). Diese verteilt über ihr rund 226 Kilometer langes Leitungsnetz jährlich circa 1,8 Millionen Kubikmeter Leitungswasser an über 7.000 Hausanschlüsse. Die Ortsteile Kleinwelka, Auritz und Salzenforst-Bolbritz werden von der Kreiswerke Bautzen Wasserversorgung GmbH (KWBZ) versorgt. Beide Anbieter beziehen ihr Trinkwasser für Bautzen aus dem Wasserwerk Sdier.

Zentrale Wasserversorgung in Bautzen bereits im Mittelalter

Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten verfügte Bautzen schon vor über 500 Jahren über ein Wasserversorgungssystem. Über dieses wurde Trinkwasser aus der Spree in die Stadt geleitet. Nachdem die 1495/96 errichtete Alte Wasserkunst im Winter 1515 niederbrannte, wurde sie 1558 von Wenzel Röhrscheid dem Älteren in der heutigen Form wieder aufgebaut. 1597 kam ein zweites Schöpfwerk hinzu, um den steigenden Wasserbedarf decken zu können. Aus demselben Grund wurde 1606 mit dem Bau der Neuen Wasserkunst begonnen. Eingeweiht wurde das neue Hebewerk im Juli 1610. Allerdings war die Geschichte des Bauwerks von zahlreichen Katastrophen geprägt. Schon während der Errichtung war der Turm der Neuen Wasserkunst in sich zusammengestürzt, wobei ein 15- jähriger Junge ums Leben kam. 1618 brannte der Turm bei dem Versuch aus, eingefrorene Wasserleitungen aufzutauen. Zwei Jahre später zerstörten schwedische Truppen den oberen Teil des Turms. Das Bauwerk verfiel zunehmend. Mehrfach brachen Feuer aus. 1721 wurde die gesamte Anlage neu gebaut, diesmal aus Stein, um ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Während der nächsten Jahrzehnte waren immer wieder Reparaturen an den Pumpen und am Hebewerk erforderlich. 1874 wurde an der Entnahmestation eine Dampfmaschine installiert, um dem im Zuge der Industrialisierung stark angestiegenen Wasserbedarf gerecht werden zu können. Jedoch hatte die Entwicklung der Industrie auch zur Folge, dass das Spreewasser ungenießbar und die Wasserqualität in Bautzen immer schlechter wurde. Die Stadt ließ daher mehrere Tiefbrunnen anlegen, über welche die Leitungen gespeist wurden. 1893 wurde die Neue Wasserkunst endgültig stillgelegt.

Geringe Wasserhärte in Bautzen spart Reinigungsmittel

Seit 1959 bildet das Wasserwerk Sdier die Grundlage für eine stabile Wasserversorgung in der Region Bautzen. Das zur Trinkwassererzeugung benötigte Grundwasser wird an der Wasserfassung Spreewiese über 15 Tiefbrunnen zutage gefördert und im Wasserwerk naturnah aufbereitet. Mit einer Wasserhärte von 7,6 °dH ist das Leitungswasser für Bautzen als „weich“ zu bezeichnen. Durch den geringen Gehalt an Härtebildnern besteht kaum eine Verkalkungsgefahr für Wasch- und Spülmaschinen.

Fazit

Mit dem Wissen um die geringe Wasserhärte in Bautzen lassen sich Wasch- und Spülmittel sparsamer dosieren. Das kommt der Umwelt, aber auch dem eigenen Geldbeutel zugute. Zusätzliche Entkalker sind bei dieser Wasserhärte nicht erforderlich. Bautzen ist eine Stadt Sachsen im Landkreis Bautzen und befindet sich ca. 64 Kilometer östlich von Bautzen und ca. 76 Kilometer südlich von Cottbus.