Wasserhärte in Augsburg – mittelhart und von Natur aus rein

Das Leitungswasser in Augsburg ist von besonders guter Qualität und eignet sich sogar für die Ernährung von Babys und Kleinkindern. Hier erfahren Sie alles Wichtige zur Wasserqualität, zur Gewinnung und zur Wasserhärte in Augsburg.

Wer in Augsburg unterwegs ist, braucht keine Getränke mit sich zu tragen. Am Wegesrand gibt es zahlreiche Trinkbrunnen, die kostenloses Trinkwasser führen. Welche Wasserqualität Sie hier erwarten dürfen, seit wann es in der Stadt Leitungswasser gibt und wie die Wasserhärte in Augsburg ist, können Sie hier nachlesen.

Leitungswasser in Augsburg – keine Erfindung der Neuzeit

Im Jahr 1879 wurde mit der Inbetriebnahme des Wasserwerks am Hochablass der Grundstein für die moderne Wasserversorgung in der Fuggerstadt gelegt. Die Ursprünge des Augsburger Trinkwassers sind jedoch viel älter. Schon in der Römerzeit wurde der nötigste Wasserbedarf über Brunnen und Zisternen aus dem Grundwasser gedeckt, während ein 35 Kilometer langer Kanal das Brauchwasser zuführte.

Der erste Augsburger Wasserturm wurde zwischen 1412 und 1416 in der Nähe des Roten Tors errichtet, welches zu jener Zeit die südlichste Stadtgrenze darstellte. Er hatte die Aufgabe, über ein Leitungssystem aus rund 5.000 längs durchbohrten Baumstämmen die 24 öffentlichen und 309 privaten Brunnen mit Wasser zu versorgen. Schon damals mussten die Augsburger dafür eine Gebühr, den sogenannten Wasserzins, entrichten.

Das erste fließende Trinkwasser in Augsburg sprudelte 1502 in der Bischofspfalz aus der Leitung. Privatleuten kam das Leitungswasser ab 1558 zugute. Ab 1741 erhielten 637 Häuser je drei Eimer „laufendes Wasser“ pro Stunde. Über die Jahrhunderte wurde die Wasserversorgung immer weiter ausgebaut, sodass die Stadtwerke Augsburg heute in der Lage sind, mehr als 320.000 Haushalte in der Stadt und darüber hinaus mit Trinkwasser zu versorgen.

Wasserhärte in Augsburg – nicht zu hart und nicht zu weich

Die Wasserhärte in Augsburg beträgt im gesamten Stadtgebiet 13,6 °dH. Das entspricht 2,4 Millimol Kalziumkarbonat je Liter und damit dem Härtebereich mittel. Während der im Wasser enthaltene Kalk Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen und Geschirrspülern etwas zu schaffen macht, ist er für den Menschen von Vorteil. Er besteht aus den Mineralstoffen Kalzium und Magnesium, die für eine gesunde Ernährung unentbehrlich sind.

Wasserschutzgebiete stellen Wasserqualität in Augsburg sicher

Die Quellgebiete des Augsburger Trinkwassers stehen seit rund 30 Jahren unter besonderem Schutz. Die dortigen Landwirte werden von den Stadtwerken bezüglich der grundwasserschonenden Bewirtschaftung ihrer Flächen beraten. Zudem erhalten sie Ausgleichszahlungen, die beispielsweise eine reduzierte Düngemittelausbringung belohnen. Zum Teil werden sensible Areale auch erworben, um die Sauberkeit des Leitungswassers dauerhaft sicherzustellen. Der hohe Aufwand an den Quellen macht sich später bezahlt. Das dort gewonnene Wasser ist so rein und hochwertig, dass keine Nachbehandlung nötig ist.

Fazit

Die Wasserhärte in Augsburg liegt im mittleren Bereich. Das Wasser ist von Natur aus besonders sauber und enthält einen gesunden Mix an Mineralstoffen.

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