Wasserhärte in Arnstadt – je nach Wasserherkunft weich bis hart

Der Wasser-/Abwasserzweckverband Arnstadt und Umgebung gewinnt das Trinkwasser für seine Kunden zu 60 Prozent aus Quell- und Grundwasser. 40 Prozent stammen aus der Ohra-Talsperre, die eine deutlich geringere Wasserhärte für Arnstadt liefert. Das Trinkwasser für Arnstadt ist unterschiedlicher Herkunft. Ein Teil stammt aus dem Wasserwerk Dörnfeld, in dem Grundwasser über Tiefenbohrungen gewonnen wird, ein weiterer aus dem Wasserwerk Schönbrunn, das die Quellen Neusiß und Reinsfeld zur Trinkwassergewinnung nutzt. Darüber hinaus bezieht der Wasser- /Abwasserzweckverband Arnstadt und Umgebung Leitungswasser für Arnstadt aus der Ohra-Talsperre bei Luisenthal von der Thüringer Fernwasserversorgung.

Geschichte der Wasserversorgung in Arnstadt

Schon 1347 gab es die ersten Anfänge eine Wasserversorgung in Arnstadt. Damals floss Wasser über ein offenes Grabensystem, die „Zahme Weiße“, durch die Stadt. Gespeist wurde die künstlich angelegte, mit Stein ausgemauerte Wasserführung von der „Wilden Weiße“, den Schönbrunnquellen, der Mämpelsquelle und der Herrschaftsquelle. Als die Wasserqualität in Arnstadt zunehmend unter einer Verunreinigung durch anliegende Gerbereien und den Straßenmüll litt, wurde im 15. und 16. Jahrhundert zusätzlich zu den offenen Gräben ein Rohrsystem zur Trinkwasserversorgung errichtet. Die Leitungen bestanden aus ausgebohrten Holzstämmen. Ab 1559 diente ein der Stadt übereignetes, ursprünglich als Besuchshaus des ehemaligen Jungfrauenklosters genutztes Gebäude als sogenannte Brunnenkunst der Versorgung der oberen Stadtteile mit Trinkwasser. Mithilfe eines Schöpfrades gelangte das kühle Nass in einen Hochbehälter, über den die wichtigsten Brunnen in diesem Gebiet versorgt wurden. Nach Inbetriebnahme des Wasserturms Alteburg und des Wasserwerks in Schönbrunn im Jahr 1900 wurde die Brunnenkunst stillgelegt. Auch das das Grabensystem verlor an Bedeutung und wurde überbaut.

Wissen um Härtegrad des Wassers ermöglicht umweltfreundliche Dosierung von Reinigungsmitteln

Aufgrund der unterschiedlichen Wasserherkunft fällt auch die Wasserhärte in Arnstadt verschieden aus. In den vom Wasserwerk Schönbronn versorgten Bereichen liegt die Wasserhärte mit 23,9 °dH im Härtebereich „hart“. Das Wasserwerk Dörnfeld liefert Wasser mittlerer Härte mit 8,9 °dH. Am weichsten ist das Wasser mit 3,0 °dH dort, wo ausschließlich Talsperrenwasser aus den Leitungen fließt. Einige Teile von Arnstadt erhalten Mischwasser aus unterschiedlichen Gewinnungsanlagen. Hier entspricht die Wasserhärte dem mittleren Härtebereich. Wer seine Haushaltsgeräte vor Kalk schützen möchte, ohne die Umwelt unnötig zu belasten, sollte sich genau über die am eigenen Anschluss vorliegende Wasserhärte informieren und die Dosierung von Wasch- und Spülmitteln entsprechend der Herstellerhinweise vornehmen. Zusätzliche Enthärter sind nur in Gebieten mit hartem Wasser sinnvoll. Gegen Kalk in Kaffeemaschinen und Wasserkochern hilft eine Behandlung mit Essig- oder Zitronensäure. Mit diesen Mitteln lassen sich auch Kalkrückstände auf Fliesen und an Duschwänden ohne größere Mühe beseitigen.

Fazit

Aufgrund der unterschiedlichen Wasserhärten in Arnstadt sollten Wasch- und Spülmittel mit Bedacht dosiert werden. In Haushalten mit weichem Wasser genügen deutlich geringere Mengen dieser Produkte als dort, wo hartes Wasser vorliegt. Enthärter sind bei weichem Wasser ebenso wenig erforderlich wie Weichspüler. Arnstadt ist eine Stadt in Thüringen im Ilm-Kreis und befindet sich ca. 20 Kilometer südlich von Erfurt und ca. 26 Kilometer südöstlich von Gotha.