Wasserhärte in Aachen – sehr weiches Grund- und Talsperrenwasser

Das zu einem Viertel aus eigenen Grundwasserwerken stammende Trinkwasser für Aachen bietet eine hervorragende Wasserqualität. Welche Zusatzstoffe zur Trinkwasseraufbereitung genutzt werden und wie die hoch die Wasserhärte in Aachen ist, erfahren Sie hier.

Zuständig für das Leitungswasser in Aachen ist die STAWAG, die in den Wasserwerken Brandenburg, Eicher Stollen und Schmithof Grundwasser aus Wasser führendem Kalkstein fördert. Ein weiterer Teil des Eigenwassers wird im Wasserwerk Reichswald bei Verlautenheide aus Feinsandschichten gewonnen. Der Rest des Trinkwassers für Aachen kommt von der STAWAG-Tochter Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH (WAG). Diese sammelt Regenwasser in der Dreilägertalsperre, im Obersee der Rurtalsperre, in der Wehebachtalsperre und in der Kalltalsperre und bereitet es in den Trinkwasseraufbereitungsanlagen Wehebachtalsperre und Roetgen zu hochwertigem Leitungswasser auf.

Trinkwasseraufbereitung in Aachen

Die Aufbereitung des Aachener Trinkwassers erfolgt in hochmodernen, stets auf dem neuesten Stand der Technik gehaltenen Wasserwerken und Aufbereitungsanlagen. Pro Stunde werden in der Trinkwasseraufbereitungsanlage Roetgen 6.000 Liter Wasser aus der Kalltalsperre, der Dreilägertalsperre und dem Obersee der Rurtalsperre gefiltert. In der Aufbereitungsanlage Wehebachtalsperre laufen pro Stunde rund 3.000 Liter durch die Filter.

Zunächst rauscht das Talsperrenwasser durch eine Membrananlage und anschließend durch die erste Filterstufe, wo es aufgehärtet wird. Grund hierfür ist die zu geringe Härte des Eifeler Wassers. Innerhalb der zweiten Filterstufe werden dem Wasser die Mineralien Mangan und Eisen entzogen, von denen es zu viel enthält. Danach gelangt das Wasser in Trinkwasserbehälter, in denen es auf die Verteilung im Aachener Wassernetz wartet. Während des Aufbereitungsprozesses werden dem Leitungswasser für Aachen Aluminiumsulfat, Kalziumkarbonat, Kalziumhydroxid, Chlor, Chlordioxid, Kohlensäure, Schwefelsäure und Natriumhydroxid im Rahmen der von der Trinkwasserverordnung erlaubten Werte zugegeben.

Die Aufbereitung des Grundwassers geschieht mithilfe von Kalziumkarbonat, Chlor, Eisenchlorid, Magnesiumoxid, Natriumhydroxid und Ozon. Auch hierbei werden die Vorgaben der Trinkwasserverordnung zu einhundert Prozent eingehalten.

Niedrige Wasserhärte in Aachen spart Wasch- und Spülmittel

Im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Aachen gibt es zwei Härtegrade. Im Innenstadtbereich, der überwiegend mit Grundwasser versorgt wird, liegt die Wasserhärte mit 8,4 bis 14 °dH im mittleren Härtebereich. Die Bewohner des Außenbereichs, der sein Wasser vor allem von den Talsperren bekommt, erhalten weiches Wasser mit 3,0 bis 8,4 °dH.

Ausgezeichnete Wasserqualität in Aachen gewährleistet höchsten Trinkwassergenuss

Das Leitungswasser mit der mittleren Wasserhärte in Aachen enthält wenig Natrium und eignet sich daher gut für Vieltrinker und Babynahrung. Der Nitratgehalt ist so niedrig, dass ein Erwachsener mit 70 Kilogramm Körpergewicht rund 43 Liter Aachener Leitungswasser trinken könnte, ohne damit die maximale Tagesdosis zu überschreiten. Bis zu 100 Kontrollproben in der Woche bestätigen, dass alle Vorgaben der Trinkwasserverordnung in vollem Umfang eingehalten werden.

Fazit

Das Wasser aus den Talsperren im Raum Aachen ist so weich, dass es einer Aufhärtung bedarf, um es als Trinkwasser nutzen zu können. Verkalkungen sind bei dieser niedrigen Wasserhärte in Aachen nicht zu befürchten.

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