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Wie gefährlich sind Schadstoffe im Trinkwasser?

Deutsches Trinkwasser gilt als eines der besten der Welt. Zudem steht es im Ruf, besser zu sein als viele Mineral- und Tafelwasser. Diese hohe Qualität beizubehalten stellt die Wasserversorger vor wachsende Probleme: Schwermetalle und organische Substanzen sind in immer größeren Mengen in den zur Trinkwasseraufbereitung verwendeten Quellen zu finden.

Ist Trinkwasser besser als Mineralwasser?

Die gesetzlichen Regelungen für Leitungswasser sind strenger als für Mineralwasser. Sieht die Trinkwasserverordnung eine Überwachung von 33 Substanzen vor, sind es bei der Mineral- und Tafelwasserverordnung lediglich zehn. Viele Wasserversorger messen Schadstoffe, zu deren Überwachung sie gemäß Trinkwasserverordnung nicht verpflichtet wären. Zudem sind beim Trinkwasser die Grenzwerte oft niedriger. So darf Leitungswasser pro Liter zehn Mikrogramm Blei enthalten, Mineralwasser hingegen 50 Mikrogramm.

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Wie gefährlich sind Schadstoffe im Trinkwasser?

Deutsches Trinkwasser gilt als eines der besten der Welt. Zudem steht es im Ruf, besser zu sein als viele Mineral- und Tafelwasser. Diese hohe Qualität beizubehalten stellt die Wasserversorger vor wachsende Probleme: Schwermetalle und organische Substanzen sind in immer größeren Mengen in den zur Trinkwasseraufbereitung verwendeten Quellen zu finden.

Ist Trinkwasser besser als Mineralwasser?

Die gesetzlichen Regelungen für Leitungswasser sind strenger als für Mineralwasser. Sieht die Trinkwasserverordnung eine Überwachung von 33 Substanzen vor, sind es bei der Mineral- und Tafelwasserverordnung lediglich zehn. Viele Wasserversorger messen Schadstoffe, zu deren Überwachung sie gemäß Trinkwasserverordnung nicht verpflichtet wären. Zudem sind beim Trinkwasser die Grenzwerte oft niedriger. So darf Leitungswasser pro Liter zehn Mikrogramm Blei enthalten, Mineralwasser hingegen 50 Mikrogramm.

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Schadstoffe aus der Landwirtschaft

<ü>Pestizide, Fungizide und Herbizide setzt die industrielle Landwirtschaft als Spritzmittel ein. Sie sollen die sensiblen Monokulturen vor Unkraut, Schädlingen und Pilzen schützen. Damit trägt sie erheblich dazu bei, Schadstoffe in Grundwasser, Oberflächenwasser und letztlich unser Trinkwasser einzubringen. Besonders das Herbizid Glyphosat macht in letzter Zeit Schlagzeilen. Nicht minder gesundheitsgefährdend sind Nitrat und Phosphat, die über Gülle und Kunstdünger ins Wasser gelangen.

Schwermetallbelastung von Wasser

Viele Metalle sammeln sich im Körper mit der Zeit an und sorgen für wachsende gesundheitliche Probleme. Das gilt nicht nur für solche, die der Mensch in geringen Dosen benötigt, wie Kupfer und Zink. Im normalen Stoffwechsel haben Aluminium und hochtoxische Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium, Uran, Arsen und Blei nichts zu suchen. Ein Grenzwert von null wäre hier wünschenswert, ist jedoch vielerorts nicht realisierbar.

Krebserregende organische Substanzen im Trinkwasser

Vor allem für chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Dichlorethan, Tri- und Tetrachlorethylen oder Vinylchlorid sieht die Trinkwasserverordnung Kontrollen vor. Von dem bei der Kunststoffherstellung verwendeten Epichlorhydrin ist schon lange bekannt, dass es hochgradig krebserregend ist.

Ähnliches gilt für aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe aus Weichmachern sowie Bestandteile von Mineralölen. Tenside aus Waschmittel und Reinigungsmitteln sind schwer abbaubar und verursachen allergische Reaktionen.

Arzneimittel

Viele Arzneimittel scheidet der Körper nur unvollständig verstoffwechselt wieder aus. Auch in der Natur findet kaum ein Abbau statt, sodass sie uns lange erhalten bleiben. Das gilt unter anderem für das von Diabetikern verwendete Insulin oder die Östrogene der Antibabypille. Besonders Hormone und Weichmacher mit hormonähnlicher Wirkung stehen im Verdacht, den Stoffwechsel von Tier und Mensch durcheinanderzubringen und Unfruchtbarkeit zu verursachen.

Wachsende Probleme durch Mikroplastik

Plastik ist biologisch kaum abbaubar. In der Sonne wird es zusehends brüchiger und zerfällt durch mechanische Belastung in immer kleinere Partikel. Solches Mikroplastik ist in unseren Weltmeeren bereits ein großes Problem, denn es gelangt in die Nahrungskette und über Fisch und Meeresfrüchte letztlich zu uns Menschen. Besonders bei der Aufbereitung von Oberflächenwasser haben Wasserversorgungsunternehmen immer größere Probleme damit.

Jenseits der Wasseruhr

Selbst wenn der wasserversorgende Betrieb eine bestmögliche Wasserqualität sicherstellt, bedeutet das nicht, dass das Wasser aus dem Hahn immer noch hochwertig ist. Die Haftbarkeit der Zulieferer endet an der Wasseruhr eines Gebäudes. Danach können durch veraltete Rohrleitungssysteme Schwermetalle ins Trinkwasser gelangen.

Vor allem Wasser, das längere Zeit gestanden hat, ist wesentlich stärker mit Schadstoffen belastet als das von den Stadtwerken angelieferte. Besonders augenfällig ist das bei der eher trüben Brühe, die morgens aus dem Hahn kommt. Meistens handelt es sich dabei um harmlosen Kalk und Rost. Trotzdem macht das deutlich, wie viele Schadstoffe durch Stehen in der Leitung ins Wasser gelangen.