Was ist Vitamin C?

Wieso ist Vitamin C ein Vitamin?

Vitamine bezeichnet Substanzen, die der Körper selbst nicht bilden kann, aber für seinen Stoffwechsel unbedingt benötigt. Daher ist er auf eine externe Zufuhr über Nahrungsmittel angewiesen. Vitamin C oder Ascorbinsäure ist nur beim Menschen und einigen Affen sowie beim Meerschweinchen ein Vitamin. Die meisten Tiere vermügen die Substanz selbst zu produzieren.

Woher kommt der Name Ascorbinsäure?

Ascorbinsäure verrät, wie sich ein Mangel an diesem Vitamin äußert: Der Name rührt daher, dass man die Substanz als Mittel gegen Skorbut identifizieren konnte. Vitamin C-Mangel führt zu zurückgehendem Zahnfleisch, erhöhter Infektanfälligkeit, schlechter Wundheilung, Muskelschwund, Hautentzündungen und Leistungsbeeinträchtigungen.

Skorbut war über Jahrhunderte die Haupttodesursache bei Seefahrern, da hier die Versorgung mit frischem Obst und Gemüse oft über Monate nicht sichergestellt war. Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurden Zitrusfrüchte und Sauerkraut gegen Skorbut auf See eingesetzt.

Welche Nahrungsmittel enthalten viel Vitamin C?

Vitamin C findet sich vor allem in frischem Obst, Früchten und Gemüse. Reichlich ist es in Zitrusfrüchten, Kohlsorten (und Sauerkraut), Hagebutten, Paprika, Brokkoli und Spinat enthalten. In tierischen Produkten ist es nur in Leber in nennenswerten Konzentrationen enthalten.

Welche Aufgaben hat Vitamin C im Körper?

Seine wichtigste Funktion ist die eines Radikalfängers. Als Antioxidans neutralisiert es aggressive Sauerstoffradikale, bevor sie im Körper Schaden anrichten können. Ebenso spielt es für eine Reihe von Redoxreaktionen eine wichtige Rolle. Darüber hinaus benötigen wir Vitamin C für ein gesundes Immunsystem. Daher werden Vitamin C-Präparate als Erkältungsmittel angepriesen.

Bei der Wundheilung spielt es eine wichtige Rolle, wie auch bei der Synthese der Gallensäuren oder der Aufnahme von Eisen aus der Nahrung. Vitamin C ist an der Kollagensynthese beteiligt. Zusammen mit seinen radikalfangenden Eigenschaften gilt es daher als zuverlässiges Mittel gegen Hautfalten.

Im Hormonstoffwechsel hilft es bei der Herstellung der Geschlechtshormone. Im männlichen Sperma ist es in großen Mengen enthalten. Welche Rolle es dabei spielt, ist bis heute nicht geklärt.

Wie viel Vitamin C braucht der Mensch am Tag?

Der Vitamin C-Bedarf wird kontrovers diskutiert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 95 Milligramm am Tag bei Frauen, bei Männern 110 Milligramm. RaucherInnen haben einen deutlich erhöhten Bedarf und sollten am Tag 135 beziehungsweise 155 Milligramm zu sich nehmen. Größere Mengen sind normalerweise kein Problem, da ein Überschuss des wasserlöslichen Vitamins mit dem Urin ausgeschieden wird. Allerdings kann dessen Ansäuerung zur Bildung von Nieren- und Harnleitersteinen führen.

Quellen, Links und weiterführende Literatur

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Vitamin C – empfohlene Zufuhr

  • New Reference Values for Vitamin C Intake. Ann Nutr Metab 2015;67:13-20. doi: 10.1159/000434757