Was macht Kalium im Körper?

Im menschlichen Stoffwechsel ist Kalium der wichtigste Partner des Natriums. Gemeinsam regeln die beiden Elektrolyte Muskeltätigkeit und Nervenleitung und sind entscheidend für Wasser- und Mineralstoffhaushalt. Während sich Natriumionen vor allem außerhalb der Zellen befinden, sind Kaliumionen vorwiegend im Zellinneren anzutreffen.

Was ist Kalium?

Kalium ist ein Alkalimetall und gehört zu den zehn häufigsten Elementen der Erdkruste. Dort liegt es ausnahmslos in Form von Mineralien vor, da das Metall ausgesprochen reaktionsfreudig ist und mit Wasser heftig reagiert. Selbst aus trockener Luft entzieht es Kohlendioxid und bildet damit Kaliumkarbonat und entzündlichen Wasserstoff.

Kalium und seine Rolle im menschlichen Körper

Dementsprechend liegt Kalium in Organismen als positiv geladenes Ion (K+) vor. Es gehört zu den Mengenelementen, die im Körper mit mehr als 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht vorkommen. Durchschnittlich enthält der Mensch etwa 130 Gramm Kalium. Als Gegenionen spielen vor allem Hydrogencarbonat (HCO3-), Chlorid (Cl-) und Phosphat (PO42-) eine Rolle.

Kalium findet sich im menschlichen Körper mit rund 98 Prozent bevorzugt im Inneren der Zellen, wohingegen Natrium vor allem in der Extrazellularflüssigkeit vorliegt. Die größten Kaliumreserven lagern in Muskulatur, Leber und Knochen.

Wofür wird Kalium im Körper benötigt?

Strömen Kaliumionen aus einer Zelle heraus und Natriumionen hinein, verändert das die winzige elektrische Spannung, die an der Zellmembran anliegt. Das löst einen Impuls aus, der die Grundlage von Nervenleitung und Muskelkontraktion darstellt. Darüber hinaus ist Kalium lebensnotwendig für den Säure-Basen-Haushalt sowie den Elektrolyt- und Mineralstoffhaushalt. Zudem ist es Cofaktor zahlreicher Enzyme.

Wie wird der Kaliumhaushalt reguliert?

Die im Körper vorhandene Menge an Kaliumionen steuert unser Organismus über die Aufnahme mit der Nahrung und über die Ausscheidung mit dem Urin. Kleinere Anteile des Kations gehen über den Verdauungstrakt und durch Schwitzen verloren.

Wie viel Kalium braucht der Mensch am Tag?

Bei einem gesunden Erwachsenen gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine "angemessene Zufuhr" von 4000 Milligramm am Tag an. Dieser Wert liegt deutlich über der vorherigen Empfehlung einer "minimalen Zufuhr" von 2000 Milligramm pro Tag.

Den täglichen Kaliumbedarf zu decken ist bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung normalerweise kein Problem. Nur bei Erkrankungen oder erhöhtem Bedarf in Schwangerschaft und Stillzeit ist überhaupt mit einem Kaliummangel zu rechnen. Eine Einnahme spezieller Kaliumpräparate sollte man vorher unbedingt mit einem Arzt absprechen.

Warum soll man auf Kalium in Nahrung und Getränken achten?

Klinische Studien haben gezeigt, dass eine Kaliumzufuhr von bis zu 4700 Milligramm pro Tag den Blutdruck von Hypertoniepatienten signifikant senkt. Damit lässt sich das Risiko von Arteriosklerose, Schlaganfällen und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich reduzieren.

Der Einfluss des Kaliums aus Mineralwasser wird häufig überschätzt. Mit Nahrungsmitteln nehmen wir tagtäglich wesentlich größere Kaliummengen zu uns als das mit Trinkwasser möglich wäre.

Quellen, Links und weiterführende Literatur