Was ist Calcium?

Was ist Calcium?

Calcium ist ein Erdalkalimetall, das in der Natur ausschließlich in gebundener Form vorkommt. Calciumionen sind zweiwertig, die bekanntesten Verbindungen sind Kalk (mit Carbonationen als Gegenionen) und Gips (mit Sulfationen).

Wie kommt Calcium ins Trinkwasser?

Auch im Trinkwasser finden sich Calciumionen. Sie stammen aus den kalkhaltigen Gesteinsschichten, die das Oberflächenwasser auf seinem Weg durch die Bodenschichten anlöst und so Calcium- und Carbonationen mit sich nimmt.

Calcium und Wasserhärte

Besonders in kalkreichen Gegenden wie der Schwäbischen Alb ist das Trinkwasser stark kalkhaltig. Gesundheitlich bedenklich ist das nicht, führt aber in Wasserleitungen zu Verkalkungen und macht bei Spülmaschinen und Waschmaschinen höhere Dosierungen an Spül- und Waschmitteln notwendig. Je höher der Kalkgehalt, desto schneller kommt es zu solchen Kalkablagerungen. Technisch gibt man ihn nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz als Wasserhärte mit den Härtebereichen weich, mittel und hart wieder.

Calcium: Mineralstoff Nummer Eins

Calcium ist das Mineral, das im menschlichen Körper am häufigsten vorkommt. Den größten Teil des Mengenelementes (als Gegensatz zu Spurenelementen) findet man in den Knochen, in denen es als Hydroxylapatit vorliegt, sowie in den Zähnen. Insgesamt enthält ein Mensch etwas über ein Kilogramm des Mineralstoffs.

Der Knochen ist zugleich der wichtigste Calciumspeicher. Er unterliegt ständigen Aufbau- und Abbauvorgängen, bei denen das Calcium an anderen Stellen wieder eingebaut oder mit dem Blut zu den Orten des Bedarfs gebracht wird.

Wofür benötigt der Körper Calcium?

Die Aufgaben des Calciums beschränken sich nicht allein auf die Stabilisierung des Skelettsystems. Calciumionen sind wichtig für Muskelkontraktion und Nervenleitung. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Funktion des Immunsystems und ist zudem an der Blutgerinnung beteiligt.

Wie viel Calcium braucht der Mensch am Tag?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bei Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von 1000 Milligramm pro Tag, während Schwangerschaft, Stillzeit und Pubertät 1200 Milligramm. Neben Calcium aus dem Trinkwasser stammt es in Nahrungsmitteln vor allem aus Milchprodukten, Samen und Nüssen sowie einigen Kohlsorten.

Calciummangel und Knochenschwund

Langfristiger Calciummangel oder Mangel an Vitamin D verursacht Knochenschwund (Osteoporose). Das nur unter Sonneneinstrahlung in der Haut gebildete Sonnenvitamin wird für die Calciumeinlagerung in die Knochensubstanz benötigt. Fehlt Calcium oder Vitamin D, findet mehr Abbau als Einlagerung statt. Der Knochen entmineralisiert und wird brüchig, das Risiko von Knochenbrüchen steigt.

Quellen, Links und weiterführende Literatur